Albijona beim Fachtag „Inklusiver Kinderschutz“

Fachlicher Austausch, neue Perspektiven und ein besonderer Blick auf die Stimme des Kindes

Am 02.09.2026 fand in Kooperation mit der katho NRW der Fachtag „Inklusiver Kinderschutz“ des
Kreisjugendamtes Paderborn statt. Im Mittelpunkt standen die besonderen Anforderungen des
Kinderschutzes im inklusiven Kontext, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen.

Albijona wurde auf dem Fachtag durch Mathias Wegener, Sarah Pikos und Caroline Sonnleitner
vertreten. Alle drei brachten sich mit unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und Workshops in den
Fachtag ein.

Gefährdungseinschätzungen bei Kindern mit Behinderungen
Mathias Wegener gestaltete gemeinsam mit Prof.in Dr.in Judith Haase (katho NRW) den
Workshop „Gefährdungseinschätzungen bei Kindern mit Behinderungen –
Herausforderungen und Weiterentwicklungsbedarfe“
.

Dabei wurden unterschiedliche Gefährdungseinschätzungsbögen gemeinsam mit den Teilnehmenden
betrachtet und aus verschiedenen Perspektiven geprüft. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche
Herausforderungen sich bei der Gefährdungseinschätzung von Kindern mit Behinderungen ergeben
und wo bestehende Verfahren weiterentwickelt werden können.

KlcK – die Stimme des Kindes mitdenken
Sarah Pikos und Caroline Sonnleitner gestalteten einen weiteren Workshop mit dem Schwerpunkt
„Kommunikation als Schutzfaktor“ und stellten dabei den Kommunikations- und
Inklusionscheck im Kinderschutz – KIcK 1.0
vor.

KIcK entstand aus der praktischen Auseinandersetzung mit einer zentralen Frage:

„Wer versteht das Kind – und wer schaut durch welche Brille?“

Das Instrument soll Fachkräfte dabei unterstützen, vor einer Gefährdungseinschätzung bewusster zu
prüfen, wie sicher die Perspektive des Kindes zugänglich ist.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, das Kind zu bewerten oder eine Diagnose zu stellen.
Vielmehr stellt KIcK die Frage:

„Was fehlt noch, damit die Stimme des Kindes hörbar wird?“

Im Workshop konnten die Teilnehmenden KIcK anhand eines Praxisfalls erproben, diskutieren und aus
unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachten.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten eine hohe Offenheit gegenüber dem Ansatz und
zahlreiche Impulse für die weitere praktische Entwicklung. Besonders häufig wurden der
Perspektivwechsel, das Hinterfragen der eigenen „Brille“, die Reflexion im Team und die Möglichkeit
genannt, kommunikative Schutz- und Informationslücken bewusster wahrzunehmen.

Ein Fachtag, der weiterwirkt
Für Albijona bot der Fachtag die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen, neue fachliche Impulse
aufzunehmen und sich mit Fachkräften aus Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und
Gesundheitswesen auszutauschen.
Für Caroline Sonnleitner und Sarah Pikos war der Workshop zugleich die erste praktische
Erprobung von KIcK 1.0. Die erhaltenen Rückmeldungen werden genutzt, um das Instrument fachlich
weiterzuentwickeln.
Die Weiterentwicklung von KIcK erfolgt dabei inzwischen im Rahmen der fachlichen Arbeit für
Albijona
und soll sich insbesondere aus praktischer Anwendung, fachlichem Austausch und den
Erfahrungen der beteiligten Fachkräfte weiterentwickeln.
Der Fachtag hat damit nicht nur neue fachliche Impulse gegeben, sondern auch gezeigt, wie wichtig es
ist, im Kinderschutz unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und die eigene fachliche
Sichtweise immer wieder zu hinterfragen.

Nicht nur fragen, was wir über ein Kind wissen – sondern auch, was noch fehlt,
damit seine Stimme gehört werden kann.